Sonntag, 30. August 2009

Pilze sammeln und Kubb spielen













Mit fachkundiger Unterstützung von Anja, der polischen Hofpraktikantin, ihrem Freund Marik, der gerade zu Besuch ist, und Hans, unserem lieben "Boss" streunern wir beinahe zwei Stunden durch den Wald, um pilze zu sammeln.


Anschließend speisen wir ein köstlichens Mahl auf der Terrasse des Wochenendhauses von Hans und Christiana - mit Blick auf den Mjösa-See.

Mit vollen Mägen begeben wir uns dann in den Garten, um mit größtem Engagement "Kubb" zu spielen.

[ "Kubb ist ein sehr altes Spiel, das wohl aus Schweden stammt und vorwiegend im skandinavischen Raum sehr populär ist.

Spielregeln Für 2 bis 12 Personen

Gespielt wird entweder zwei Einzelspieler oder zwei Mannschaften (max. 6 Spieler) gegeneinander.
Spielmaterial (Details siehe unten)

* 1 König
* 10 Kubbs
* 6 Wurfhölzer
* 4 Eckpflöcke

Ziel des Spiels ist es, mit den Wurfhölzern alle gegnerischen Kubbs abzuwerfen,
um dann abschließend, durch Umwerfen des Königs, das Spiel für sich zu entscheiden." ]

Bei uns stellt sich die Frage, ob es auf die beste Wurftechnik ankommt oder auf die wirksamste Weise, die gegnerische Mannschaft abzulenken - mit Purzelbäumen beispielsweise oder schrecklichem Gesang.

Erinnerungen werden wach: Zuletzt habe ich "Kubb" wohl mit Kenos Holzklötzen in Kroatien auf dem nach englischer Art gepflegtem Rasen unseres Ferienhauses gespielt...

Samstag, 29. August 2009

Oslo

Ich wache auf, der Regen klatscht an mein Fenster. Später am Frühstückstisch sitzend kommt Sophie und mit ihr die beglückende Nachricht in den Raum: In Oslo sind es 18 Grad und Sonnenschein!

Wir , d.h. alle Praktikantinnen, nehmen den Expressbus vom nahegelegenen Romedal. Glücklicherweise hält er sogar nur kurz nach der angegebene Fahrzeit an unserer unscheinbaren Bushaltestelle, die lediglich aus einem blauen Schildchen besteht. Auch ohne Ausweis, dafür möglichst jung und freundlich dreinblickend, erhalten wir eine Fahrkarte zum Studentenpreis.

Am späten Vormittag purzeln wir aus "Oslo Sentralstation". Es gibt Stadtluft, viele Menschen und guterhaltene, vielfarbige Altbauten überall. Bis zum Abend haben wir Zeit, durch die Straßen zu schlendern, zunächst vorbei an Kathedrale, Parlament, Universität und Königspalast, von dem abgewendet es wie folgt ausschaut:



Unser erstes Ziel ist die Nationalgalerie - Eintritt frei. Es gibt viel Werke von überwiegend norwegischen Malern zu sehen, aber wenig Hintergrundinformationen und keinen erkennbare Anordnungstruktur der Werke. Die größte Attraktion ist wohl "Der Schrei" von Edward Munch.

Etwas erschlagen ziehen wir weiter. Der nahegelegene Flohmarkt beglückt mich und mein Wärmeempfinden: von einer netten Norwegerin kaufe ich einen superwarmen Strickpulli für wenig Geld! Stunden hätte ich herumstöbernd auf dem Markt verbringen können, aber nicht alle hatten dieses Bedürfnis.

Weiter geht's Richtung Vigelandspark.


"Der einmalige Skulpturenpark ist das Lebenswerk des Bildhauers Gustav Viegeland (1869-1943) mit mehr als 200 Skulpturen in Bronze, Granit und Eisen." Seine Skulpturen: Menschen.

















Nach ausgiebiger Betrachtung der Skulpturen und Schutzsuche vor dem Ragen in deren Windschatten machen wir uns wieder auf den Rückweg.
Im Supermarkt müssen wir noch Zutaten für einen Couscoussalat kaufen. Denn morgen hat uns Christinana in ihr Haus am See eingeldaden und wir wollen etwas zum Essen beisteuern.

Dienstag, 25. August 2009

Swimme!!!

08. 30-15.30 Uhr, Arbeit mit den Lehrlingen - Geduldsproben ohne Ende.
Sobald wir die Arbeit mit der Minze im Kräutergarten beendet haben, entschließt sich Tord letztendlich doch dazu, seine Arbeitssachen anzuziehen und mit anzupacken. Steinige Erde in Schubkarren zu füllen und durch die Gegend zu schieben weckt bei ihm ungeahnte Arbeitseuphorie! Und wenn Tord arbeitet, dann macht auch Erika mit. Was für ein Erfolg!

16.30-18.30 Uhr, Norwegischkurs. Etwas unstrukturiert ist unsere liebe Lehrerin. Aber es hilft, neben dem Learning-by-Doing während der Arbeit die grammatischen Kenntnisse auszubauen.

18.30 Uhr, das Abendprogramm für die Schüler und Lehrlinge besteht dienstags aus einem entspannenden Bad im warmen Nass. Ich schließe mich der Nachmittagsgruppe an, um auch einmal außerhalb des "harten Arbeitsrahmens" mit den Grobunner Bewohnern kommunizieren zu können. Auf nach Hamar. Und was erwarten uns da? Eine "eigene" Schwimmhalle!


Es wird geplantscht, einander unter Wasser getaucht, vom Beckenrand gesprungen, Ball gespielt, Handstand gemacht- ein Riesenspaß!! Aber das haben wir uns auch verdient, nach zwei Tagen Arbeit in Kräutergarten und auf dem Hof - schließlich müssen wir den Minzgeruch wieder loswerden!

Samstag, 22. August 2009

See und Sonnenschein








Frau Werner behält recht: Die Soone scheint am Tag nach eines glutroten Abendhimmels. Corina und ich nehmen die Räder und machen uns durch die goldgelb leuchtenden Kornfelder auf zur Mjösa, um dort ein wenig zu wandern und viele viele wilde Beeren zu essen. Entspannung pur!

Freitag, 21. August 2009

Endlich Wochenende!

Mittwoch, Donnerstag, Freitag:

Es werden massenweise Kieselsteine in Schubkarren geschaufelt, bergauf um das Schulhaus gekarrt, auf dem Hof vor dem Hauptgebäude ausgeleert und verteilt. Am besten alles gleichzeitig, und dabei mit dem Versuch, die nicht gerade arbeitswilligen Lehrlinge in die Arbeit zu integrieren.

Freitag 15:30 Uhr, Kräftemäßig bin ich ziemlich am Ende. Zum Glück habe ich Zeit bis Sonntagabend, mich ein wenig auszuruhen.

Corina, Anja und ich speisen köstlich zu Abend: Wir kochen Kartoffeln und essen sie zu im Wald gesammelten Pilzen (keinen Angst, Anja weiß genau, welche ungiftig sind). Zum Nachtisch gibt es Eis mit Banane und Kokoskeksen.

An dieser Stelle geht ein großes Dankeschön an Sarah, die heute Morgen wieder nach Deutschland gereist ist und uns ihre Eisbestände wohlwollend vermacht hat!!

Nach dem Essen spazieren wir Feldwege entlang und bestaunen den Abendhimmel. Wenn ich Frau Werner Glauben schenke, wird das Wetter morgen schön! Aber momentan höre ich den Wind um das Haus pfeifen, der genau wie die am Himmel gen Süden strebenden Gänse den Herbst einzuläuten scheint...

Dienstag, 18. August 2009

Der Tonus beginnt

Am Sonntag treffen nun alle Lehrlinge und Schueler auf Grobunn ein. Im Lehrlinghaus und im Schulhaus werden alle Bewohner und deren Eltern bei einem gemeinsamen Essen begruesst. Anschliessend gibt es einen Jahresrueckblick in Form von Fotos.


Am Montag beginnt der Tonus, also der neue Arbeitsplan fuer alle Mitarbeiter. der Tag beginnt mit der Morgenversammlung, in der besprochen wird, was fuer Arbeit ansteht. Ausserdem singen wir ein Lied und wuenschen uns einen guten Tag!


Vormittags fahren wir auf den Hof Alm, um massenweise Gemuese einzukaufen. Ihr glaubt gar nicht, was fuer eine Angst ich habe: Der Bulli ist voll mit Lehrlingen, ich kenne die Wege mit all den Schlagloechern, die viele Steigungen. Und ich soll den Bulli fahren! Aber Anne meistert es. Alles wird gut!


Nachdem ich auch noch am Nachmittag mit Piet eine Auto-Tour im Saab mache, darf ich jetzt offiziell "unser" Auto fahren. Wie gut. Aber eigentlich freut mich mehr, dass zumindest bei einem Fahrrad jetzt die Gangschaltung repariert ist!

Diensatag ist Gartentag.
Auf den Bildern ist unaser Kraeutergarten zu sehen (Blick aus meinem Fenster). Die Pflanze mit den lila Blueten, das ist Anis. Davon habe ich heute jede Menge geerntet und in den Trockenraum gebracht. Helena hat mir tuechtig geholfen!



Nach der Arbeit im Beet befreien wir den Kieselboden des Hofes von Unkraut. Die Arbeit mit den neuen Lehrlingen ist echt anstrengend! Sie wissen vieles noch nicht und ich kann einfach nicht alles auf norwegisch erklaeren! Erika spricht (meistens) nicht und Tort ist echt langsam. Beide muessen mindest alle fuenf Minuten wieder zu ihrer Aufgabe ermuntert werden... Und das mit den immer gleichen Saetzen.

Da ist es schon fast entspannned, zur Abwechlung mit Sindre und Qivind kiloweise Kieselsteine zu schaufeln, durch die Gegend zu karren und auf dem frisch gejaeteten Boden zu verteilen. Øivind schuftet mit und sein Impetus dabei ist immens - man muss die Arbeit nur als Muskeltrauining verkaufen (=

Nun ist der Dienstag fast vorbei und ich bin total erschlagen. Nach der Arbeit findet von nun an jeden Dienstag der Norwegischkurs statt, den mein Kopf heute auch noch verarbeiten muss. Allerdings ermutigt mich, dass ich von dem, was wir heute durchgenommen haben, schon das meiste wusste.

Samstag, 15. August 2009

Rad-Regen-Reise

Unsere Fahrraeder sind nicht wirklich geeignet, um durch die Huegellandschaft zu fahren.Und das Wetter ist alles andere als spitze fuer eine Radfahrt - es regnet in Stroemen. Was kann es da schoeneres geben, als mit dem Rad in das 12 km entfernte Hamar zu fahren, um einzukaufen!













Am Ende sind wir klitschnass, aber doch ganz zufrieden. Und ich habe Wanderschuhe gefunden!